Morgens 6.30: Ich steh auf. Nunja nach nur 3 Stunden schlaf doch ein bisschen mehr der ohnmacht nahe (man muss dazu sagen, dass ich die Tage davor weniger Schlaf hatte) schleppe ich mich aus dem Bett um mir nen Kaffe (ja nur mit einem "k" hatte die Diskussion schon mit Keks, ich bleib dabei) zu machen. Super. Wassertank leer, Bohnenbehälter Leer, Satzbehälter voll. Nicht nur dass ich total übermüdet bin, nein jetzt muss ich tatsächlich noch zu einer so unmenschlichen Zeit auch noch tatsächlich arbeiten. Also gesagt getan, Bohnen in den Wassertank, Wasser in den Satzbehälter und sich dann wundern warum der Bohnenbehälter schon leer ist. Nach 5 Min überlegung und einem kleinen ekel Flash durch Chemo-Brause (unter normalsterblichen auch als Steinbronner Orangen-Limo bekannt(Merkwürdig, dass man durchs trinken noch mehr durst bekommen kann)) habe ich das ganze dann doch noch in die richtige Reihenfolge gebracht und 3 min. später hatte ich dann meinen frisch gekochten Kaffe.

 

Nachdem man sich dann angezogen hat und Keks nochmals mit einem Telefonat terrorisiert, ob sie auch wirklich die Eintrittskarte eingesteckt hat, die man zu dem Zeitpunkt noch nicht bezahlt hat, sie aber dort sicherer ist, als zuhause, da die Mutter schon fast die Farin U. Eintrittskarte zu den ewigen weiten der stättischen Mülldeponie geschickt hätte.

 

7 Uhr: Ich mache mich also auf den Weg zum Hauptbahnhof, wo ich sehnsüchtig auf die eine hälfte des Herrinen-Duo's und einem gemeinsamen Freund wartete. Ich zerbrach mir immernoch den Kopf darüber, ob ich auch das Wasser wieder aus dem Satzbehälter geschüttet hatte, als Keks vor mir auftauchte. An ihrem Gang, ihr starken Präsenz, oder einfach nur wegen ihren grob geschätzten 10.000 Taschen die sie bei sich führte, konnte man sehen, sie ist für's Ärzte Konzert des Jahrtausends absolut vorbereitet. Doch das war ich auch. Nach ein paar Floskeln und einem kräftigen Umarmen präsentierte ich ihr meine Notfall lösung, falls sie mal ihre Fassung verlieren sollte. Ich griff in meine Jackentasche und Zog voller stolz meine Ersatzfassung (es ist eine echte Glühbirnennfassung, die sich irgendwann mal im Physikunterricht in meine Jackentasche verlaufen hat. Ist jetzt auch egal.

 

Mein Toter Punkt war überschritten, d.h. ich war fit, so fit, dass ich alles, was am Zugfenster vorbeirauschte laut benannte. Ein Kleines Beispiel, wie es sich wirklich zugetragen hat:

"Baum!Baum!Baum!Baum!Baum!Baum!Baum!Baum!Schaf!Baum!Baum! Baum!Baum!Baum!Baum!Haus!Fluss!Baum! ..."

Ok es passiert nicht wirklich viel bis zu dem Zeitpunkt. Bis kurz vor dem Auftritt. Hier mal die Kurzfassung:

Keks traf Diabola! Diabola springt Keks um den Hals. Diabola rennt weg. Keks trottet mit Gefährten hinter der flüchtenden (oder doch eher Jagenden) Masse hinterher. Keks macht Diabola einen Heiratsan.... ähm.... Freundschaftsantrag. Kerle aufreißen ... bla ... bla ... bla ...! Kurz alles was einen Kerl nicht wirklich interessiert, bzw. wenn es ihn interessiert, was er innerhalb von 5 min wieder vergessen hat.

8.45 Uhr: Ich erblickt soebend eine treuen Furtistin, ein paar Reihen vor mir mit einem Schild auf dem Rücken wo die heiligen worte "Ehre den Furtologinen..." zu erkennen waren (sry wenn es jetzt falsch zitiert ist, ich erinnere an dieser Stelle gern nochmal an den 5 min Hirn-Speicher eines Mannes.)

Das Konzert fing an und die beiden Furtologinen, die ich seit dem Einlass ins Stadion nicht mehr gesehn hatte präsentierten sich nun in ihren vollen Kraft. Sie sangen, sie jubelten, sie klatschten, sie waren ... halt wie die anderen auch. Zumindest für das ungeschulte Auge. In Wirklichkeit war es ein seit Jahrtausenden weitergegebener Ritus, der den heiligen Fuddha auf der Bühne materealieseren ließ. Und was muss ich sagen, es funktionierte. Das Bühnenschauspiel war mir egal. Die Präziosion, mit der sie diesen Ritus durchführten, war so beeindruckend, dass ich hin und weg war. Sie hatten es geschafft, Fuddha war nun vollkommen auf der Bühne. Er war da. Meine Heldinen haben es geschafft. Ich war erstaunt. Ich beneidete sie, dass sie das geschafft hatten. Und dann ....... Bäm.... hatte ich nen Ellenbogen im Rücken. Ich verlor den Blickkontakt zu den hochheiligen Furtologinen. Ich drehte mich um mir den Idioten, den Kätzer, den Schwachkopf mal anzusehen. Dieser Gedanke verflog als ich auf einen Hals in meiner Augenhöhe starrte. Leider kann ich soweit nicht mehr berichten, über den Konzert Zeitpunkt, als jetzt.

 

irgendwann nach 1 Uhr: Wir saßen in dem heiligen Gefährt Diabola's, dass für eine Herrin doch viel zu mickrig ist. Durch einen Lebensmüden Autofahrer, der genauso schnell aus dem Parkhaus wollte, wie wir, Hier wurde Diabola's teuflische Art vollkommen entblößt. Man konnte sehen, dass sie versucht ihn, mit reiner Willenskraft entweder in die Luft zu jagen, oder ihn in irgendein fiese dimension zu schicken lauter ausparkender Frauen oder ähnlichem.

 

Naja is ja och egal. 2.30 Uhr (naja so wirklich weiß ich es net mehr, da ich im Auto eingepennt bin): Ich bin zuhause angekommen und hab noch ein bissl bei der Party meiner Eltern mitgemacht, aber das interessiert jetzt eh keinen mehr. :D